Achtung, wenn Ihr die zweite Staffel von „13 Reasons why“ noch nicht gesehen habt: Hier wird ordentlich gespoilert!

Das Ende eines anstrengenden Tages oder verregnete Sonntage im Herbst verbringe ich ganz gern mit Büchern oder einer guten Serie. Bleiben wir bei Serien und bei Netflix. Wie fast jeder haben auch wir „13 Reasons why“ geschaut und waren von Staffel 1 total begeistert. Gerade auch weil diese Serie viele Inhalte thematisiert welche leider in unserer heutigen Gesellschaft oft verschwiegen werden. Mobbing, Vergewaltigung, Depressionen und Selbstmord. Gerade wenn man diese Serie sieht sollte einem das die Augen öffnen, angefangen bei den typischen Schulmobbereien welche nicht witzig sind. Unser Verhalten beeinflusst andere Menschen leider auch im negativen Sinne und oft ist uns nicht bewusst wie wir mit unserem Verhalten andere kränken können. Wir erinnern uns an den Fall Amanda Todd welcher vor einigen Jahren durch die Nachrichten und Medien ging. Amanda Todd hat sich das Leben genommen da sie von Mitschülern derart gemobbt wurde und sie dem Druck nicht mehr standgehalten hat. Besonders das Video ging dabei durch die Sozialen Medien. Bei „13 Reasons why“ wird ebenfalls eine junge Mitschülerin, Hannah Baker, auf verschiedene Weise gemobbt, hintergangen, vergewaltigt und das Traurige: ihre Hilfeschreie werden nicht gehört bis sie sich das Leben nimmt und jedem Ihrer Freunde und Mitschüler eine Kassette hinterlässt mit einer Zusammenfassung warum derjenige Mitschuld an ihrem Tod trägt.
Die Serie bleibt eigentlich durchweg spannend und auf der anderen Seite verflucht man gewisse Personen und deren Handlungen extrem. Besonders die Szene des Selbstmordes ist echt radikal und ich musste schlucken. Auf der einen Seite habe ich mich natürlich gefreut, als ich gehört habe als eine zweite Staffel in Planung sei. Aber um ehrlich zu sein habe ich mich gefragt: Was soll denn noch passieren? Die erste Staffel war für mich ein Ende mit Sinn und ich hatte Angst, dass Staffel 2 das vielleicht versauen konnte. Und das hat sie auch. Ich fand Staffel 2 teilweise so langweilig und unlogisch, dass ich das Ende echt herbeigesehnt habe. Im Prinzip dreht sich die Staffel nur um die Gerichtsverhandlung und die Vergewaltig von Bryce. Jess ging mir einfach tierisch auf die Nerven da sie nicht ausgesagt hat, mir ging es auf die Nerven, dass die Kassetten erst so spät veröffentlicht wurden und mittlerweile nervten mich auch die (selbst)Gespräche zwischen Clay und Hannah. Das war einfach nichts Neues und viel Gerede und Gewusel um den heißen Brei. Am meisten jedoch verabscheue ich das Ende: Wie kann man einen psychisch kranken Amokläufer laufen lassen? Vorher wird oft breitgetreten wie wichtig es ist Verantwortung für sein Handeln zu tragen und dann sowas? Zumal es ab circa Mitte der Staffel klar wurde, dass sich Tyler in diese Richtung entwickelt und es im Prinzip nur eine Frage der Zeit war. Und gleichzeitig fand ich das auch einfach zuviel. So wurde „leider“ einfach jedes Thema einer amerikanischen Highschool vorgeführt sodass es einfach meiner Meinung nach zu aufgesetzt wirkte. Amokläufe, Schwangerschaften, Drogen, Vergewaltigungen, Missbräuche und Mobbing: All das wird in Staffel 2 breitgetreten. Mich hat die Staffel leider nicht wirklich überzeugt. Klar, gab es ein paar Gute Szenen, eine spannende Stelle oder lustige Gespräche aber im Endeffekt fand ich die Staffel eher mittelmäßig bis langweilig.


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