Mein Trip nach Brüssel startete um ehrlich zu sein, katastrophal! Wir haben unsere Reisebegleiter in Köln abgeholt und wollten uns noch schnell einen Coffee-to-go holen, und dieser besagte Kaffee ist mir dann erstmal umgefallen und hat meine Hose und Schuhe versaut. Ich habe das mit Humor genommen und wollte mir den Kurzurlaub nicht versauen lassen. Nachdem wir dann final Richtung Brüssel losgefahren sind, standen wir erst noch lang im Stau und dann kam auch noch die Hiobsbotschaft bei Airbnb: Circa eine Stunde bevor wir ankommen sollten hat unser Host das Airbnb abgesagt wegen „Renovierungsarbeiten“. Ja, eine Stunde bevor Gäste kommen fängt man gern mal an zu renovieren. Airbnb hat uns daraufhin direkt kontaktiert und versucht ein anderes Apartment zu finden, wegen des Feiertages war aber leider alles ausgebucht. Glück für uns da wir dann ein Hotel nehmen konnten und Airbnb hat die Differenz bezahlt. Hier also auch ein großes Kompliment an das Team von Airbnb und die ganze Hilfe!
Wahrscheinlich wäre ich früher in Panik geraten bei soviel Pech auf einmal aber im Prinzip hat alles geklappt und wir konnten den Urlaub ja genießen.

Im Hotel angekommen haben wir zuerst eingecheckt und uns kurz frisch gemacht bevor es dann auf Erkundungstour zu Fuß ging.
Brüssel ist eine wunderschöne Stadt und sie hat mehr „Pariser Flair“ als teilweise Paris selbst. Die Straßen sind sehr sauber, die Fassaden kunstvoll hergerichtet und die Haustüren überwiegend wunderschön. Es gibt zahlreiche Grünflächen und Parks sowie prachtvolle gotische Kirchen.
An einem Pommes Stand, welcher gut besucht war, haben wir uns zur Stärkung erstmal belgische Pommes geholt und anschließend ging es in eine Bar und wir haben dort etwas Kühles getrunken.
Zum Stadtzentrum war es von dort aus nicht mehr weit, und innerhalb von fünf Minuten waren wir beim ersten Wahrzeichen von Brüssel, dem „Menneken Piss“. Zugegeben, ich dachte, die Statue wäre wesentlich größer denn sie ist ultra winzig und bei den Menschenmassen davor hat man sie kaum gesehen. In den Gassen herum gab es überall die bekannten belgischen Waffeln mit Erdbeeren, Schokolade und alles, was Diabetes auslöst. Vorab hatte ich mir geschworen, dass ich mir so eine Waffel gönnen werde, da ich habe zur Zeit keinen Hunger hatte, habe ich das aufgeschoben mit dem Ergebnis, dass ich letztendlich gar keine Waffel gegessen habe. Ich bereue es bis heute.
Anschließend sind wir zum Marktplatz / Rathausplatz gelaufen auf dem sich jede Menge Touristen gesammelt haben. Auch hier sind die Fassaden wunderschön und idyllisch. Eine kleine Shoppingeinheit durfte natürlich auch nicht fehlen und wir haben die Innenstand einmal unter die Lupe genommen, jedoch habe ich nichts gekauft da die Auswahl an Geschäften mir nicht zugesprochen hat.

“When you walk into a chocolate store, suddenly the most difficult decision you will ever have to make in your life, is which chocolates to pick! It is pure torture! Especially when you are in Belgium surrounded by Belgian chocolates!” 

Da es noch relativ früh am Nachmittag war haben wir uns ein Uber gerufen und sind zum Atomium gefahren. Obwohl wir nicht reingegangen sind, haben wir uns lange draußen aufgehalten, die warmen Sonnenstrahlen genossen, ein Eis gegessen und Fotos gemacht. Gegen frühen Abend haben wir uns wieder ein Uber gerufen und sind zu dem indischen Restaurant „L‘Everst“ gefahren und haben dort zu Abend gegessen. Ich liebe indisches Essen und die Qualität und der Service dort war wirklich ausgezeichnet. Anschließend haben wir noch einen Abendspaziergang durch Brüssel gemacht und haben noch viele schöne Ecken und Straßen entdeckt.

Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück bei „Peck 47“, einem instagramable Café direkt im Zentrum. Laut Googlebewertung angesagt, lecker und zwischen Acaibowls, Avocadotoasts und weiteren außergewöhnlichen Gerichten gab es ein breites Spektrum an Foodporn. Wir mussten sogar in einer Schlange stehen um einen Tisch zu bekommen. Aber hat sich der ganze hype gelohnt? Nein! Das Essen war nur „okay“ und viel zu überteuert.
Da noch ein Besuch im Europäischen Parlament auf unserer Liste stand sind wir anschließend dorthin gefahren und haben uns alles angeschaut. Der Eintritt ist kostenlos und man kann wirklich wahnsinnig viel über Europa lernen. Zudem ist die Anlage bzw. der Park wunderschön mit seinen zahlreichen Blumenbeeten. Unser Ausflug in Brüssel endete dann auch, aber auf dem Rückweg nach Deutschland haben wir noch kurz in Maastricht gehalten.

“La rue est une musée pour tous!” 

Fazit: Brüssel ist eine unglaublich schöne und süße Stadt, ein Besuch für ein Wochenende reicht aber jedoch völlig aus um die Stadt zu erkunden. Besonders die zahlreichen Waffelstände und Chocolaterien ist ein Paradies für die Süßen unter uns. Es gibt zahlreiche schöne Hausfassaden, verschnörkelte Türen und Fenster welche perfekte Fotospots sind, zu entdecken. Auch wegen des Europäischen Parlaments sollte man auf jeden Fall einmal in Brüssel gewesen sein.

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