Um 6 Uhr morgens habe ich mich mit Tamara am Düsseldorfer Flughafen getroffen und unserer Reise in die USA voller Vorfreude und jeder Menge Erwartungen entgegengeblickt. Nach einem halbwegs ruhigen Flug mit der Lufthansa (es gab ausnahmsweise mal keine schreienden Kinder aber dennoch sich übergebende Menschen hinter mir) sind wir gegen 15 Uhr in Miami gelandet. Nach sämtlichen Sicherheitskontrollen und der Gepäckausgabe begrüßten uns Sonne, Palmen, eine wohlige Hitze und ein strahlend blauer Himmel und hieß uns willkommen.
In der Ferne ragten die Hochhäuser auf was mir immer noch eine Gänsehaut bringt denn die Skyline ist gigantisch.

Mit einem Uber sind wir in unser Airbnb gefahren welches direkt in South Beach war, fünf Minuten zu Fuß bis zum Strand und diverse Restaurants und Supermärkte waren direkt in der Nähe. Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet und geduscht haben ging es dann auch sofort los und haben den Ocean Drive sowie den Strand und das Meer erkundet. Wir sind auch direkt mit unseren Füßen ins Meer gegangen und ich wusste sofort, dass der Urlaub nun beginnen würde. Da uns die Temperaturen noch etwas zugesetzt haben, hatten wir keinen Hunger auf etwas Warmes oder Fettiges, deshalb gab es zum Abendessen dann eine kühlende Acai Bowl. Die Lage unseres Airbnbs war einfach perfekt da wir zu Fuß nahezu alles erreichen konnten (9th Avenue / Euclid Avenue).

“The most beautiful in the world is, of course, the world itself.”

Unser zweiter voller Tag startete mit einer Tour in die Everglades auf die ich mich vorab extrem gefreut habe. Mit dem Bus dauerte es circa eine Stunde bis wir am Everglades National Park ankamen und unsere Fahrt mit einem „Airboat“ gestartet haben. Die Fahrt war genial! Unser Captain hat uns wahnsinnig Input und Erklärungen rund um die Everglades gegeben sowie ein paar survival Tipps nähergebracht. Nie hätte ich auch gedacht, dass ein Airboat so schnell ist und bei den Schnellfahrten hatte ich ein gigantisches Grinsen im Gesicht. Was ich vorher auch nicht wusste, dass die Everglades ein Flussystem sind und keine Sumpflandschaft. Auch haben wir drei Alligatoren gesehen, ein perfekter Abschluss der Fahrt. Die Alligatoren wurden nicht angefüttert sondern wir haben sie aus der Ferne beobachten können. Ein negativer Aspekt am Anschluss war jedoch, dass man als Andenken noch ein Foto mit einem jungen Alligator machen konnte (der Kiefer war zusammengebunden), was für mich (und hoffentlich allen Menschen mit gesundem Menschenverstand) definitiv ein no-go ist. Aber solang es immer wieder Touristen gibt die so etwas machen und die Nachfrage dadurch vorhanden ist, wird es weiterhin solche Angebote geben. Macht Euch bitte bewusst, dass dies Lebewesen sind die in die Natur gehören und nicht auf Euren Arm!

Unseren Nachmittag haben wir im Zentrum von Miami verbracht, uns dort umgeschaut und geshoppt. Das Zentrum ist relativ überschaubar, sauber, niedlich und was mich positiv überrascht hat, dass kaum Touristen zugegen waren. Ich habe mal nachgefragt woran das liegt, denn immerhin ist Miami ein Paradies, wenn es darum geht, dem kalten Herbst zu entfliehen oder zumindest dachte ich das. Tatsächlich ist es aber so, dass Miami zum bekannten Spring Break aus allen nähten Platzt, zum September hin aber deutlich wenig Tourismus hat. Wenn Ihr also mal nach Miami wollt, fahrt unbedingt im September hin, die Preise für Essen und Unterkünfte sind dann auch wesentlich günstiger als zur Hauptsaison. Anschließend ging es nochmal zum Ocean Drive und dort haben wir dann auch bei einem Mexikaner zu Abend gegessen.

Der Ocean Drive an sich ist eine Strandpromenade an der sich Restaurants und Bars über mehrere Kilometer aneinanderreihen. Den Strand kann man nicht sehen, da noch der sogenannte Beach Walk dazwischen ist. Das ist eine Grünfläche über die man zum Strand Zutritt erhält, es gibt dort mehrere Eingänge zum Strand und ab 22 Uhr werden diese Eingänge bzw. Tore auch abgeschlossen. Negativ bzw. zu aufdringlich am Ocean Drive fand ich, dass an jeder Bar und jedem Restaurant Promoter standen welche auf penetrante Weise versucht haben uns hereinzulocken und kein „Nein“ akzeptiert haben. Überzeugt hingegen hat mich der schneeweiße und warme Strand sowie die wunderschönen Rettungsschwimmer Häuser. Der Strand ist wahnsinnig lang und breit und bietet enorm viel Platz. Auch sind auf den Grünflächen davor jede Menge Sportmöglichkeiten wie Outdoor Sportgeräte, Klettermöglichkeiten, Volleyballplätze und mehr. Es war wirklich wie in einem Film! Zudem war dort alles sauber, viele Mülleimer stehen herum sodass der Müll auch dort entsorgt und nicht am Strand „vergessen“ werden kann.

Tag Nummer Drei begann um 7 Uhr morgens da wir mit dem Bus nach Key West gefahren sind. Die Fahrt dorthin dauert etwas über drei Stunden, während das Landesinnere eher unspektakulär wirkt ist die Fahrt auf den langen Brückenzubringern total aufregend. Generell muss ich aber sagen, dass ich von Key West nicht so beeindruckt war wie ich es mir gewünscht hätte. Laut Google seien die Strände dort wie auf den Bahamas aber die Realität sieht leider anders aus, vielleicht habt Ihr das auf meinen Instastories gesehen. Zwar gibt es auf Key West reichlich Palmen aber das Wasser ist eher braun (leider nicht kristallklar), der Sand gräulich, trist und voller Seegras was teilweise auch stank. Mit Karibik ist da leider nicht so viel. Auch lohnt sich die Fahrt mit dem „Trolley“ (Straßenbahn) nicht, diese Kostet 40 Dollar pro Person und die fährt im Prinzip nur den Weg ab, den man so oder so nehmen muss um auf die Insel zu gelangen. Das Zentrum von Key West kann man auch perfekt zu Fuß erkunden und macht auch mehr Spaß. Besonders haben mir die pastellfarbenen und harmonisch wirkenden Häuser auf Key West gefallen. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass es auf Key West gar nicht so viel zu sehen gibt wie man vermutlich denkt und wenn man nur eine begrenzte Zeit in Miami oder Umgebung ist, würde ich sagen, dass sich ein Besuch nicht unbedingt lohnt. Da würde ich eher eine Tagestour auf die Bahamas empfehlen. Klar war Key West total süß und harmonisch aber die Strände sind leider nicht so schön.

“I’m in love with cities I’ve never been to and people I’ve never met.” 

Unseren letzten Tag haben wir in einem der leckersten Frühstückspots begonnen in dem ich jemals essen war und zwar dem „Pura Vida“. Es gab ein Avocado Toast, einen Cappuccino sowie die leckerste Acai Bowl die ich jemals gegessen habe. Super cremig, perfektes Topping und fruchtig. Natürlich hatte der Spaß auch einen stolzen Preis, insgesamt haben wir knapp 60 Dollar für ein Frühstück für zwei Personen bezahlt aber jeder Cent hat sich gelohnt. Danach ging es nochmal zum Kofferholen ins Airbnb bevor wir eigentlich den Mietwagen abholen holen. Was uns aber dann passiert ist und wieso wir keinen Mietwagen nehmen konnten und Last Minute nach New Orleans fliegen mussten erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Ich würde auf jeden Fall nochmal nach Miami reisen weil ich das Gefühl habe Einiges nicht gesehen zu haben wie zB. Little Havanna oder die Seite am Festland. Die Karten für die Everglades und Key West haben wir im Vorfeld bei Getyourguide gebucht, zwar gibt es überall Touristen Informationen bei denen man Touren buchen kann aber ich kann mir vorstellen, dass zur Hauptsaison bestimmt auch Vieles schon ausgebucht ist.

Kostenübersicht:
Flüge = ca. 650 Euro pP / Everglades Tour = ca. 32 Euro pP / Key West Tour = ca. 36 Euro pP/ Airbnb für 3 Nächte in Southbeach = insgesamt ca. 150 Euro für 2 Personen / Uber Flughafen South Beach = ca. 35 Euro
Zu zweit haben wir im Durchschnitt für ein Frühstück zwischen 40-50 Dollar bezahlt und für das Abendessen zwischen 60-80 Dollar


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