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  • Influencer und die Arbeit dahinter

    In meinem heutigen Blogbeitrag versuche ich Euch einmal die Arbeit als Influencerin näher beizubringen, da viele leider immer noch denken, die Herausforderung bestehe nur darin, bei Instagram nett in die Kamera zu lächeln. Ein Großteil der Gesellschaft empfindet diesen Beruf immer noch als nicht relevant und wird häufig belächelt. Was zudem super schade ist, da einfach ein riesiger Aufwand dahinter steckt, der nicht gesehen wird.
    Dabei ist gerade Instagram, was Werbung angeht, eine Platform, die von vielen Unternehmen aktiv genutzt wird. Ich habe ja einen Hauptjob, und habe mir bei Instagram, Youtube und meinem Blog ein zweites Standbein über die Jahre hinweg aufgebaut, und selbst als „Nebenjob“ ist dies ein unglaublicher Zeitfresser, dem ich aber unglaublich gern nachkomme.

    Und noch viel weniger kann ich verstehen, dass viele Firmen bei Kooperationsanfragen nicht gewillt sind, für die Leistung einer Influencerin oder eines Influencers zu bezahlen, denn immerhin machen wir für das jeweilige Produkt das Marketing und die visuelle Gestaltung, wir sorgen für mehr Reichweite der Firma und steigern den Abverkauf. Ich bekomme viele Nachrichten wie „wir sind noch ein Start Up“, oder „wir haben keine finanziellen Möglichkeiten“. Es ist natürlich schade, dass bei Unternehmensgründung nicht genug Geld für Werbung & Co. eingeplant wurde, aber unentgeltliche Kooperationen nehme ich selten an (unten dazu gleich mehr), denn letztendlich haben wir mit jeder Kooperation Arbeit.
    Auch fordern viele Kooperationspartner, dass die entstandenen Bilder für deren online Zwecke benutzt werden dürfen.
    Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die Kooperationspartner sich eine Arbeit grundsätzlich umsonst erschleichen, das nicht, aber es gibt leider einige, die das versuchen. Einglück, arbeite ich mit tollen Firmen zusammen, die die Arbeit dahinter wertschätzen.

    Fangen wir mit dem ganz offensichtlichen an, der Content Produktion bzw. dem Product Placement und der Fotografie.
    Für jede Kooperation die ich annehme, denke ich mir ein Fotokonzept bzw. die Gestaltung des Bildes aus. Ich kaufe ggf. Dekoration oder fahre zu Locations (gerade bei Outfit-Fotos), das kostet mich Sprit und Zeit für die Planung. All meine Fotos werden mit einer teuren Kamera, einem teuren Objektiv fotografiert, und zur Bearbeitung an meinem MacBook nutze ich Lightroom, welches monatlich ebenfalls Geld kostet. Ihr merkt, dass ich ordentlich investiert habe und wenn ich jede Kooperation unentgeltlich annehme, würde ich langfristig auf den Kosten sitzen bleiben, Spaß bei der Sache hin oder her.

    Zu jeder Kooperation gehört ein Mailverlauf sowie ein Vertrag. Ich nehme mir ebenfalls die Zeit und sage allen Interessenten ab, bei denen ich ein Kooperation absage, da das zu meiner Unternehmensphilosophie gehört. Jeder enthält von mir eine Antwort. Von zehn Anfragen nehme ich vielleicht 2-3 an, da ich wirklich darauf achte, dass das Produkt zu mir passt. Wenn ich Interesse an einem Produkt äußere, müssen meistens die aktuellen Insights verschickt werden, ein Vertrag wird auferlegt, den ich eigenständig prüfe und unterzeichne. Ebenso kommen die Verhandlungen über die Bezahlung. Auch bekomme ich zu jedem Produkt ein Briefing welches ich durchlese um mich mit dem Produkt vertraut mache.
    Oft müssen die Fotos und der Text vorab zur Freigabe verschickt und ggf. nochmal geändert werden. Wie ihr seht, steckt auch ein großer Mailverlauf hinter einer einzigen Kooperation. Es ist nicht „einfach nur ein Foto hochladen und fertig“.

    Auch die Buchhaltung gehört zu meinen Aufgaben. Ich erstelle und versende die Rechnung und achte darauf, dass sie fristgerecht bezahlt werden (bis jetzt hatte ich noch nie Probleme mit dem Mahnwesen, lediglich bei meiner Zeit als Promoterin kam das damals durchaus vor.)
    Ich mache die Steuern, denn jede Rechnung kommt nochmal auf meinen eigentlichen Lohn hinzu. Einmal im Jahr erstelle ich eine Gewinn und Verlust-Rechnung für das Finanzamt, sammle die Kosten über das Jahr usw.
    Auf jedes Produkt, welches Influencer erhalten, müssen Steuern bezahlt werden. Ihr seht also, dass ein enormer buchhalterischer Aufwand dahinter steckt.

    Und natürlich muss der Instagram-Kanal gepflegt werden, Youtube Videos bearbeitet oder Blogbeiträge geschrieben werden. Das ist alles ein enormer Zeitaufwand. Natürlich mache ich das auch gern, aber in den letzten Jahren habe ich mir durch Fleiß eine Marke aufgebaut und wenn ich Werbung für ein bestimmtes Produkt machen soll, lasse ich mir das auch bezahlen.

    Bedenkt bitte, dass ich das alles nur „nebenberuflich“ mache und über meinen Hauptlohn alle Versicherungen und Beiträge bezahlt werden, ein*e Influencer*in, die da Hauptberuflich macht, muss seine/ihre Versicherungen selbst bezahlen, den Steuerberater und für genug Rücklagen sorgen.

    Es gibt natürlich auch eine Kooperationspartner, für die ich unentgeltlich arbeite, das sind aber Einzelfälle oder Partner, deren Produkt ich einfach unterstützen möchte. Es gibt auch Produkte, die ich mir früher oder später auch so gekauft hätte, und durch eine Kooperation erhalte ich sie und bezahle mit meiner Arbeit.
    Auch bekomme ich einige Rezensionsexemplare zum Lesen zugeschickt, für die ich kein Geld verlangen möchte, da das Lesen einfach zu meinen größten Leidenschaften gehört.

    Ich hoffe, dieser Einblick hat euch einmal gezeigt, dass auch wirklich Arbeit dahinter steckt, und dass es nicht „mal eben ein Bild hochladen“ ist. Deshalb kann ich auch Firmen nicht verstehen, die davon ausgehen, dass Kooperationen grundsätzlich nicht vergütet werden müssen.


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