Der April macht was er will, so heißt es. Und genau das spiegelt sich auch in meinem Lesemonat wider. Ich habe die unterschiedlichsten Bücher gelesen und gefühlt war auch alles dieses mal dabei. Ich habe die verschiedensten Genres gelesen, bis hin zu Klassikern. Also, let’s go:



Holly Renee – The Veiled Kingdom
Rezensionsexemplar
Zugegeben, ich habe am Anfang etwas gebraucht, um in die Geschichte und vor allem die Welt einzutauchen. Wir lernen Nyra kennen, die als Tochter des Königs aus dem Palast geflohen ist, da sie keine Magie wirken kann.
Gefunden und gerettet wird sie von keinem anderen als Dacre, dessen Vater die Rebellion anführt. Er misstraut Nyra die ganze Zeit und ahnt, dass sie irgendwas vor ihm verbirgt.
Das Buch ist nicht wirklich dick und storytechnisch passiert auch nicht so viel. Ich denke, es gäbe hier viel mehr Potenzial, um die Geschichte noch auszuschmücken. Es gibt also einen Punkt abzug für das Worldbuilding, das kaum vorhanden war. Auch blieben Plottwists und unerwartete Handlungen aus.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Tension zwischen Nyra und Dacre. Die beiden hegen einen tiefen Hass zueinander und doch können sie nicht aufhören, an den jeweils anderen zu denken. Ihre Dialoge und die Anziehung hat mir extrem gut gefallen und auch den Großteil der Spicy-Szenen fand ich sehr gut. Ich denke, der Fokus der Story liegt eher auf dem Romance-Aspekt und kann teilweise die negativen Rezensionen verstehen, da nicht wirklich viel passiert.
Relativ schnell wird auch klar, wie das Ende wird, deshalb war ich da auch wenig überrascht.
Für mich ist eine kurzweilige Romantasy, die mich eher anahnd der Dialoge und Tension packen konnte, anstatt mit der magischen Welt. Teil 2 würde ich dennoch gern lesen, weil ich schon wissen will, wie das Buch weiter geht.
3,5 von 5 Sterne

Nena Tramountani – Diamond Empress
»Diamond Empress« war so anders, als meine letzten Bücher und das in so vieler Hinsicht.
Allen voran deshalb, da es auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff spielt. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so ein Setting hat. Besonders wird hier deutlich, was Nena für Reichtum und Luxus übrig hat und dem kann ich nur zustimmen: niemand muss Milliadär*in sein!
Zum anderen geht es hier um einen Raub: 5 Personen finden sich auf der Diamond Empress ein und werden durch einen 6. Strippenzieher angeleitet, diesen Raub zu begehen. Dabei wurde wirklich – zumindest auf den ersten Blick – an alles gedacht.
5 Personen, die so unterschiedlich sind. In Teil 1 geht es um Viktor und Noemi.
Viktor ist Akrobat und eignet sich perfekt, um in Schächten herumzklettern und sich dort hindurchzuzwängen. Noemi hingegen besitzt das absolute Gehör und kann alles wiedergeben/nachspielen, was sie hört (ich wusste nicht, dass es sowas gibt und fand diesen Aspekt sehr interessant). Obwohl die beiden sich von Anfang nicht ausstehen können, müssen sie zusammenarbeiten und sich vertrauen. Gerade am Anfang wird es teilweise sehr lustig in den Dialogen, da die beiden eine tiefe Abneigung gegeneinader verspüren. Weshalb es auch umso schöner ist, wenn die beiden nach und nach Vertrauen finden, denn die Anziehung ist definitiv da. Noemi und Viktor könnten auch unterschiedlicher nicht sein und ihre Vergangenheit verleihen dem Buch noch mehr Tiefe.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Vorbereitung auf den Raub bzw. die Aufgaben, die alle lösen müssen. Es wird definitiv spannend und ich habe mitgefiebert. Vor allem bin ich gespannt, ob der Raub gelingt, denn das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger.
Außerdem möchte ich noch mehr über die anderen Protagonist*innen erfahren. Gerade Seraphina und Fin haben es mir angetan und ich bin sehr auf ihre Beweggründe und Backstories gespannt.
Diamond Empress konnte mich ab Seite 1 überzeugen und gerade wegen des Settings und des Raubüberfalls ist es eine Erfrischung!
5 von 5 Sterne
Thorid Larsson – Nights on Ice
Ich habe »Nights on Ice« förmlich verschlungen! Vor allem lag das an dem flüssigen und teils witzigen Sprachstil von Thoird. Dadurch wurde Penny als Protagonistin noch nahbarer und gerade ihre Liebe zur Mode hat mich beeindruckt. Sie ist eine nach außen hin selbstbewusste Frau, die trotz ihrer femininen Kurven zu sich selbst steht. Dennoch hat sie immer mal wieder Selbstzweifel, die sie aber dann schnell abschmettert.
Ihre Beziehung zu Jonah ist vollkommen nachvollziehbar, denn nach dem filmreifen Streich von Jonah an ihrem Abschlussball, steht sie ihm sehr skeptisch gegenüber.
Jonah hat da hart dran zu knabbern, aber er tut alles, um Pennys Herz zu gewinnen.
Es gibt keine unnötigen Dramen, ich habe den Modeaspekt und die leckeren Getränke geliebt.
Die Nebencharaktere haben der Story ebenfalls Leben eingehaucht und ich musste sehr oft Schmunzeln – besonders bei der der nervigen Chefin von Penny.
Auch das Setting – eine Keinstadt in den Rocky Mountains – hat mir sehr zugesagt.
Das Eishocky kam mir sehr gut recherchiert vor, denn es gab logische Erklärungen und die Sportart war immer Präsent.
Von mir gibt es 5 von 5 Sterne
Laura Labas – Bronwick Hall 2
Ich habe den 1. Teil der Bronwick Hall letztes Jahr gelesen und ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, ein paar Buchreihen zu beenden.
Und ich muss gestehen, am Anfang wusste ich gar nichts mehr und fand es schwierig, wieder in die Geschichte einzutauchen.
Das Tempo ist gleich zu Beginn sehr hoch und es geht ohne Umschweife direkt mit Action weiter.
Zu dem kommen immer wieder Rückblenden aus der Vergangenheit vor, die Blaine sieht, und mir hat Spaß gemacht zu erleben, wie daraus nach und nach ein Bild wurde. Denn das Buch bzw die Ereignisse ist definitiv nicht vorhersehbar.
Dennoch wusste ich zwischendurch nicht recht, worauf die Story hinaus läuft und einige Passagen waren im Gegensatz zur Action recht langamtig.
Die Welt rund um die Titanen scheint mit hier viel nahbarer und gut erklärt.
Die Beziehung zwischen Blaine und Henry – ich persönlich sehr spannend finde – hat hier einen deutlich höheren Anteil als in Teil 1, aber ich fand das gut. Vor allem gibt es hier 2 Plottwists, die mich mit offenem Mund zurückgelassen haben!
Zwischendurch und besonders am Anfang, war ich handlungstechnisch etwas verwirrt und überfordert, aber alles in allem ist die Dilogie mal was anderes, vor allem dank des Magiesystems und der Titanen.
3,5 von 5 Sterne



Julia Kuhn – Royals of Nightfall
Rezensionsexemplar
Nachdem mir die »Ravenhall Academy« nicht so zugesagt, hatte ich etwas Angst vor »Royals of Nightfall«, aber auf der High Tea Party auf der LBM, konnte mich Julia total überzeugen.
Ich liebe London und die Liebe zur Hauptstadt wurde nur allzu deutlich.
Vorallem mochte ich den Mix aus Shadowhunters und Gossip Girl, was für eine wunderbare Abwechslung auf den Seiten gesorgt hat.
Obwohl der Anfang etwas mit einem Klischee gestartet hat, da unsere Protagonistin eine Journalistin ist und über die Royals bloggt – der Love Interest ist der Prinz von England, hat es mich null gestört. Im Gegenteil, ich kam super in die Story rein und habe Felicia direkt in mein Herz geschlossen. Sie und Jasper harmonieren wunderbar zusammen, auch wenn Jasper für mich persönlich kein „Bookboyfriend“ war.
Die Seiten, als Felicia die Welt der Dämonen und des Kämpfens kennenlernt und etwas über ihre eigene Familie erfährt, haben es mir besonders angetan. Zwischendurch fand ich immer mal wieder langatmige Szenen, aber im Großen hat der Humor dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.
Auch die Beschreibungen rund um London, die Orte und Straßen haben es mir angetan.
Das große Finale hätte vielleicht noch 2-3 Seiten länger gehen können, irgendwie kam mir das zu schnell vorbei vor.
Optisch ist das Buch wirklich ein Meisterwerk! Ich liebe den Farbschnitt, das Cover und die Innengestaltung.
4 von 5 Sterne

Jennifer Armentrout – Flesh and Fire
Nachdem »Blood and Ash« ein Highlight war, musste ich unbedingt wissen, wie es mit Poppy und Cas weitergeht.
Teil 2 beginnt da, wo Teil 1 aufhört, deshalb war es kein Problem für mich, sofort wieder in die Story einzusteigen.
Gerade zu Beginn ist Poppys Gefühlschaos sehr präsent, was man meiner Meinung nach auch hätte kürzen können – immerhin ist das Buch ein dicker Klopper!
Ich mochte es dennoch, wie sie sich in eine ihr fremde Welt langsam eingewöhnt und ihre Stärken und Fähigkeiten gezielt einsetzt. Poppys Charakterentwicklung ist wirklich spannend mitzuverfolgen, gerade wenn man bedenkt, wer sie in Teil 1 war.
Einerseits mochte ich die Dialoge zwischen Poppy und Cas, andererseits gab es viele Phrasen, die sich im Laufe der Story immer wiederholt haben. Poppy droht Cas andauernd umzubringen, er lacht darüber.
Außerdem wird Teil 2 ordentlich spicy und die Szenen waren super platziert und haben Spaß gemacht zu lesen.
Die Nebencharaktere wie zB Alastir und Jansen sorgen für zusätzliche Spannung, lustige Dialoge und vor allem Geheimnisse.
Der Handlungsstrang bleibt beinahe durchgehend spannend und wir erfahren immer mehr über die Welt und es gab richtig krasse Plottwists. Besonders das Ende war heftig! Das Wordbuilding ist auf jeden Fall sehr gehoben, da wir verschiedene Arten von Vampiren und anderen Wesen haben, was ich selbst zwischendurch mal verwirrend fand.
Wie oben genannt, war das Ende so heftig! Teil 3 habe ich ebenfalls direkt hier und werde da bald mit starten.
4 von 5 Sterne


Megan Lally – That’s not my Name
Rezensionsexemplar
Letztes Jahr auf der FBM habe ich mich auf einem Carlsen Event in »Thats not my name« und war ziemlich gehyped auf das Buch. Allen voran hatte ich wahnsinnig Lust auf einen (Jugend)-Thriller und der Klappentext hat mich angesprochen.
Unsere Protagonistin wacht eines Tages in einer Hütte auf und kann sich an nichts erinnern.
Schnell wird klar, dass da etwas nicht stimmt und ihr vermeintlicher Vater macht so viele Fehler, dass sie misstrauisch wird.
Parallel versuchen ein paar Freunde, ihre verschwundene Freundin zu finden.
Beide Handlungsstränge waren authentisch geschrieben und spannend. Die beiden Geschichten verschmelzen im Laufe der Seiten miteinander, doch es gibt immer wieder ausweglose Situationen.
Ich habe auf jeden Fall mitgefiebert, andererseits hätte ich mir zwischendurch doch mehr Spannung erhofft – wobei das Jugendthriller ist, und deshalb wahrscheinlich der Nervenkitzel in diesem Maße angebacht ist.
Gerade aus Drews Sicht erhalten wir immer wieder Hinweise und Rätsel, die ich selbst versucht habe, im Kopf zusammenzureimen. Daran hatte ich total Spaß.
Zum Ende hin gibt es so einen krassen Plottwist, weil ich mir ziemlich sicher war, wie die Geschichte ausgeht. Ich wurde so gut überrascht, das mir der Mund offen stand!
Auf Grund des zwischendurch fehlenden Nervenkitzels ziehe ich 1.5 Sterne ab. Ich mochte es auch, dass es ein Einzelband ist und die Geschichte beendet ist.
Thats not my Name bekommt 3,5 von 5 Sterne
Bram Stoker – Dracula
Dracula ist mit Abstand ein Klassiker und für mich vermutlich auch das älteste Buch, was ich bisher gelesen habe. Durch zahlreiche Filme wusste ich, wie die Geschichte ausgeht, aber sie zu lesen war Next Level.
Gegliedert ist die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen und Briefen, die alle datiert sind. Für mich war es neu, auf diese Weise ein Buch zu lesen. Allerdings fand ich es zwischendurch als nervig, den selben Tag aus drei verschiedenen Perspektiven zu lesen.
Der Einstieg hat mir besonders gut gefallen. Vor allen, weil wir Jonathan Harker haben, der auf Dracula stößt und in seinem Schloss gefangen ist. Auch die Kapitel der Demeter und der Reise von Transsilvanien nach London war spannend. Die Logbucheinträge fand ich mega!
Allerdings war mir der Mittelteil von Lucy, Mina und Van Helsing teilweise zu unspektakulär und es hat sich extrem gezogen. Für mich gab es auch einige Logikfehler, zB werden andauernd Bluttransfusionen gemacht, aber niemand hat vorher kontrolliert, welche Blutgruppe die Person hatte.
Zum Ende kam nochmal Spannung auf, jedoch empfand ich das große Finale als zu schnell abgehandelt und nicht würdig genug. Das Katz-und-Maus-Spiel, Dracula zu erwischen, war jedoch fesselnd.
Wie gesagt: Dracula ist ein Klassiker und zahlreiche Filme basieren auf dem Buch. In Anbetracht der Tatsache, dass das Buch wirklich alt ist, war der Sprachstil gut zu lesen. Hin und wieder gab es langatmige Stellen, aber das Buch sollte man gelesen haben.
3,5 von 5 Sterne

