Im Mai war gefühlt alles dabei: Von einem Highlight bis hin zu einem Buch, welches ich abgebrochen habe. Vorweg, ich breche wirklich sehr selten Bücher ab, aber mittlerweile habe ich eingesehen, dass ich meine Zeit nicht mit einem schlechten Buch verbringen möchte. Wobei „schlecht“ immer eine subjektive Meinung ist. Das Buch, welches ich abgebrochen habe, hat online viele gute Rezensionen, nur konnte es mich persönlich nicht packen.
Aber fangen wir direkt an:



Lyla Sage – Done & Dusted / Swift and Saddled
Ich glaube, mittlerweile haben alle mitbekommen, dass ich auf Cowboy-Romances stehe. Weshalb ich Done & Dusted sowie Swift & Saddles verschlungen habe!
Wirklich, ich liebe das Setting in Wyoming auf der Rebel Blue Ranch, vor allem, weil ich selbst schon in diesem Staat war.
Teil 1 ist wirklich ein toller Einstieg in die Reihe weil mein Pferdemädchen-Herz am laufenden Band höher schlug. Emmy hatte eine schweren Reitunfall, weshalb sie sich nicht mehr aufs Pferd traut. Luke hilft ihr, ihre Angst zu verlieren und die beiden sind wunderbar zusammen.
Auch Teil 2, in dem Ada von der Großtadt auf die Rebel Blue Ranch zieht, um das Gasthaus zu renovieren, hat mich begeistert. Die Anziehung zwischen ihr und Wes ist auf jeder Seite spürbar, und ich musste oft Lachen.
Mir gefällt, dass die Protagonist*innen alle etwas älter sind und mit beiden Beinen im Leben – oder im Sattel – stehen. Außerdem sind alle Arbeitenden auf der Rebel Blue Ranch wie eine große Familie und ich habe mich zwischen den Seiten einfach wohl gefühlt.
Ja, die Bücher sind vielleicht ein bisschen stereotypisch und es gibt einige hotte Cowboys, aber guess who loves it?
Beide Teile bekommen von mir 4,5 Sterne und ich kann es kaum abwarten, die anderen Teile zu verschlingen.
Josi Wismar – Wandering Hearts
Abgebrochen!
Mich konnte leider weder die Story, noch der Sprachstil überzeugen. Jaimie, der mürrische Ranger ist grundlos gemein und scheiße Tara gegenüber und hat leider gar keine Tiefe. Misskommunikation ist hier an erster Stelle, was mich teilweise wirklich genervt hat.
Auch, dass das Wort „kleine“ auf jeder Seite bis zu 6x vorkam, hat den Lesefluss massiv gestört. Kleiner Otter, kleiner Steg, kleine Buch, kleines Stück Fleisch, kleiner Eimer, kleines Versteck … alles war klein.
Ich folge der Autorin wirklich gern und das ist nur meine subjektive Meinung.
V.E. Schwab – A Conjouring of Light
Der Abschluss der Reihe war für mich sehr durchwachsen. Er hat definitiv stark angefangen und vor allem kommt hier Holland, der Antagonist, extrem zur Geltung. Kaell, der mich eigentlich in Teil 1 sehr überzeugt hat, ist hier deutlich blasser. Gerade im Mittelteil gibt es viele Längen und ich konnte leider nicht so ganz mitfühlen / hoffen, wie ich es mir vorgestellt habe.
Es gibt noch einen neuen Teil, der danach spielt, aber diesen möchte ich vorerst nicht lesen.
3 von 5 Sterne



Alicia Zett – Camp Rainbow 1
Rezensionsexemplar
Obwohl ich 35 Jahre alt bin und »Camp Rainbow« ein Jugendbuch ist, hat Alicia Zett es geschafft mich zu verzaubern. Camp Rainbow scheint für mich ein Safe Space zu sein, ein Ort an dem alle willkommen sind. Ich selbst war zwar nie in einem Feriencamp, aber wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich meine Eltern anbetteln!
Malin als Protagonistin ist mir sehr ans Herz gewachsen, sie macht während ihrer Campzeit eine tolle Entwicklung durch. Wir erleben Coming Of Age hautnah: erster Kuss, erste Gefühle, Selbstzweifel, Freunde.
Auch die schwierige Beziehung zu ihrer Zwillingsschwester war ein interessanter Aspekt, weshalb ich mich auf Teil 2 freue, um Lila besser kennenzulernen.
Die Nebencharaktere geben dem Buch eine Tiefe und machen es liebenswert. Allen voran die Tatsache, dass wir diverse Charaktere haben und »Camp Rainbow« somit wichtig – und für mich lehrreich ist.
Allen voran zeigt es, dass Liebe einfach Liebe ist!
Der Sprach hat sein übrigens getan, um mich mitzureißen und die poetischen Phrasen haben Malins Charakter unterstrichen.
Es gab keine überspitzten Dramen, ich mochte den Alltag im Camp und konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen.
Von mir gibt es 5 von 5 Sterne

Chloé Caldwell – Women
Rezensionsexemplar
Der Klappentext zu Women hat mich direkt angesprochen und umso dankbarer bin ich dem Verlag, dass er mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat.
Ich persönlich finde es wichtig, Queere Geschichten zu lesen und »Women« soll diesbezüglich ein Klassiker sein.
Unsere Protagonistin ist eine Autorin, die nach New York zieht und sich dort zum ersten Mal in eine Frau verliebt, dazu ist sie noch wesentlich älter. Sie hinterfragt ihre Sexualität und lässt die Gefühle zu.
Für mich entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine toxische Beziehung, die geplagt von On-Offs sind. Beide können nicht mit- aber auch nicht ohne einander.
Die Gedanken der Protagonistin sind oft negativ, da sie immer wieder an Depressionen leidet. Selbstzweifel, manische Phasen und irrationale Ängste stehen somit bei ihr an der Tagesordnung. Ja, das Buch zieht einen runter, vor allem, da ein Happy End ausbleibt. Ebenso nimmt die Prota regelmäßig Dr*gen.
Schwer getan habe ich mich auch mit dem Sprachstil.
3,5 von 5 Sterne

